Vorsorge

Seinen Nachlass zu regeln ist eine Sache. Ebenso wichtig ist es aber – und das in der Tat auch für Menschen aller Altersklassen! – sich Gedanken zu machen, was passiert, wenn man plötzlich durch einen Unfall oder eine schwere Erkrankung nicht mehr “Herr seiner Lage“ ist.

Für diesen Fall sollte man gewappnet sein und rechtzeitig überlegen und verbindlich festlegen, wer in einem solche Falle Entscheidungen treffen kann, darf und soll. Regelungen kann man dann für „rein rechtliche“ Angelegenheiten treffen (Kontovollmachten etc.) , aber auch für sehr persönliche Dinge wie die Entscheidung über das Abschalten von lebenserhaltenden Behandlungsmaßnahmen.

Wenn Sie Fragen zum Thema Vorsorge bei Krankheit, Unfall oder Alter haben und/oder anwaltliche Unterstützung bei der Gestaltung von Vorsorge-Erklärungen benötigen helfen wir gerne. Sprechen Sie uns einfach darauf an!

Patientenverfügung

Die Patientenverfügung ist eine Vorsorge-Erklärung für Situationen, in denen man nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen zu formulieren oder sogar nicht mehr in der Lage ist, einen Willen überhaupt zu bilden. Sie enthält Erklärungen und Anweisungen, was im Krankheitsfall (Operation, Unfall, Herzschlag, Hirnschlag etc.) medizinisch zu tun – oder eben nicht zu tun ist -, wenn man sich als Betroffener darüber z.B. mit einem Arzt nicht mehr selbst austauschen kann.

Die Patientenverfügung enthält deswegen bestenfalls u.a. Angaben über persönliche Wert- und Moralvorstellungen, also z. B. darüber ob man mit künstlicher Ernährung und künstlicher Beatmung einverstanden ist oder jedes “künstlich am Leben erhalten“ ablehnt. Dabei ist es sehr wichtig, dass in der Patientenverfügung sehr konkret formuliert ist, mit welchen Behandlungsmethoden man einverstanden oder nicht einverstanden ist. Je klarer dieser Wille formuliert ist, desto besser, da dann kein Auslegungsspielraum besteht.

Aus diesem Grund sollte eine Patientenverfügung wenigstens Angaben darüber enthalten, wann sie Anwendung finden soll, mit welchen lebenserhaltenden Maßnahmen man einverstanden ist, mit welchen nicht, welche Schmerzbehandlung in Ordnung ist, welche nicht und ob man Organspenden zustimmt oder nicht (z. B. “ich bin mit einer Organentnahme keinesfalls einverstanden“). Denn nur eine “hinreichend bestimmte Patientenverfügung“ kann unmittelbar umgesetzt werden. Das hilft denjenigen, die mit dieser Anweisung umgehen müssen – z. B. Ärzte oder Betreuer bzw. ein individuell bestimmter Vertreter (z. B. in der Vorsorgevollmacht), die Ihren Willen mitteilen und für seine Umsetzung Sorge tragen müssen.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, den Rat von einem Rechtsanwalt mit Erfahrung im Aufsetzen von Patientenverfügungen in Anspruch zu nehmen. Nur das garantiert, dass der eigene Wille in diesem Zusammenhang so verbindlich formuliert ist, dass er ohne Zweifel und Interpretation umgesetzt werden kann. Außerdem kann ein Rechtsanwalt die Patientenverfügung sicher aufbewahren.

Vorsorgevollmacht

Die Vorsorgevollmacht erfüllt einen ganz anderen Zweck als die Patientenverfügung. Hier wird festgelegt, wer welche rechtlichen Geschäfte einer Person regeln darf, wenn sie dazu selbst nicht mehr in der Lage ist. In einer Vorsorgevollmacht wird eine oder werden mehrere Personen bevollmächtigt, sich um die rechtlichen Angelegenheiten des Ausstellers der Vollmacht zu kümmern bzw. für ihn an seiner Stelle Angelegenheiten erledigen zu dürfen.

Die Vorsorgevollmacht betrifft damit zwar die gleiche Situation, hat aber einen anderen Regelungsinhalt als die Patientenverfügung: sie bezieht sich (nicht nur) auf gesundheitliche Fragen und Entscheidungen, sondern auf alle Lebensbereiche des Betroffenen. So hilft sie im Ernstfall u.a. die Anordnung einer rechtlichen Betreuung zu vermeiden. Mit der Vorsorgevollmacht hat man es also in der Hand, wer die eigenen Angelegenheiten wahrnimmt, wenn man dazu selbst nicht mehr in der Lage ist.

Vor allem für Unternehmer ist eine Vorsorgevollmacht absolutes Muss. Denn ist ein Unternehmer (Inhaber, Geschäftsführer etc.) nicht mehr in der Lage die Geschicke seines Unternehmens zu leiten – vor allem wenn das einen längeren Zeitraum betrifft! -, kann das erhebliche Konsequenzen haben, denen man mit einer passenden Vorsorgevollmacht begegnen kann.

Weil eine solche Vollmacht meist sehr weitreichende Befugnisse gewährt (Bankkonten, Post, Versicherungen etc.) – vor allem als Generalvollmacht! – sollte man sie einer Person ausstellen der man vollkommen vertraut. Außerdem sollte man diese Person darüber informieren, dass sie “im Falle eines Falles“ ggfs. erhebliche Verantwortung trägt.

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